Von Möchtegern-Helden und Zäunen – eine Review von Super Carl (Android Game)

Wir kenne das doch alle. An irgendeinen Punkt in seinem Leben guckt man aus dem Fenster/in den Spiegel/in das Gesicht von diesem einem Kollegen und denkt sich „Verdammt, ich bin zu größerem geboren!“ Der Großteil der Menschen die diesen Moment der Klarheit haben machen dann erstmal – nix. Und dann bleibt da noch der deutlich kleinere Teil der dann zur Tat schreitet und sein Leben umkrempelt. Aber niemand redet über einen noch kleineren Teil eben dieser Leute – nämlich die die sich ein Cape umhängen und von nun an als Superhelden die Welt retten – oder es zumindest versuchen.

So oder so ähnlich dürfte die Vorgeschichte von Super Carl lauten. Vermutlich hatte Carl auch nur einen mittelmäßig interessanten Job (Gras fressen an Platz A) mit wenig Abwechslung (Gras fressen an Platz B). Irgendwann muss er diesen Moment Klarheit erreicht haben und hatte zum Glück noch ein Cape in der Ecke liegen. Geboren war Super Carl.

Womit wir nach einer etwas ausführlicheren Einleitung jetzt endlich beim Kern dieses Artikels angekommen sind – das mobile Game Super Carl für Android von Mooneye Studios in Hamburg.

In diesem cleveren Puzzle Game trifft man auf besagten Superhelden (oder eher Superschaf) Carl. Dieser hat eine für Superhelden recht weit verbreitete Mission: Die Welt retten!

Blöd nur das Carl überhaupt keine Superkräfte besitzt, dies aber galant ignoriert und ohne Hindernisse in Richtung Abgrund läuft, seinem sicheren Ende entgegen. Nun fast ohne Hindernisse.

Zum Glück gibt es ja den Spieler, der mit den vorhandenen Zaunteilen Carl davon abhalten muss das Ende der Klippen zu erreichen.

Die Spielmechanik ist simple, rundenbasiert macht der Spieler und dann Carl einen Zug. Oberstes Ziel des Spielers ist es dabei Carl irgendwie einzufangen und dies idealerweise mit so wenig Spielzügen wie möglich.

Die Level sind interessant gestaltet und variieren im Schwierigkeitsgrad voneinander ab. Wobei das nach meiner Einschätzung auch sehr am Spieler selbst liegt. Es gibt die Level die sofort beim ersten Versuch klappen, bei anderen zermartert man sich das Gehirn um den idealen Lösungswegs zu finden. Das trägt allerdings stark zum Wiederspielwert bei – man will einfach den perfekten Weg finden Carl zu fangen und diese verfluchte goldene Medaille kriegen!

Momentan sind drei Welten (Gras, Fels und Eis) spielbar. Jede Welt bringt ihre eigenen Besonderheiten mit sich die Auswirkungen auf Carls Verhalten haben und vom Spieler mit eingerechnet werden müssen.

Das Spiel ist free-to-play, allerdings besitzt Carl nur eine begrenzte Anzahl an Leben (oder anders formuliert der Spieler nur eine begrenzte Anzahl an Versuchen ihn zu retten). Die Leben regenerieren sich nach einem gewissen Zeitraum von alleine (1 Leben alle 30 Minuten). Wer möchte kann sich im In-Game Shop aber auch mit Diamanten ausstatten und diese dann gegen Leben eintauschen. Daneben besteht aber die Möglichkeit Diamanten durch das Ansehen von kurzen Werbevideos zu erhalten. Generell ist es möglich das komplette Spiel durchzuspielen ohne einen einzigen Cent auszugeben.

Was bleibt abschließend zu sagen… Das Spiel macht einen sehr schönen Eindruck, die Grafiken sind sehr anschaulich und Carl irgendwie niedlich (und etwas dämlich). Super Carl lässt sich quasi überall spielen, sei es in der Bahn oder Bus oder auf der Couch zu Hause. Ein schneller Spielspaß für alle Altersgruppen der nebenbei das Hirn fordert.

Links zum Google Play Store sowie zur Super Carl Facebook Seite und der Homepage von Mooneye Studios habe ich hier noch einmal zusammen gefasst:

 

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